Gründach-Forum Bremen

Mehr Schwung für die Dachbegrünung gefordert

Vision Dachbegrünung   (c) Treibhaus Landschaftsarchitektur - Luftbild Matthias Friedel
Vision Dachbegrünung (c) Treibhaus Landschaftsarchitektur - Luftbild Matthias Friedel

Wie können unsere Städte nachhaltig wachsen, die Lebensqualität der Bewohner verbessert und die grüne Infrastruktur ausgebaut werden? Eine Antwort liegt in der Nutzung der Dachflächen. Das Gründach-Forum Bremen informierte kürzlich über branchenübergreifende Strategien und Maßnahmen. Im Fokus standen Aspekte der Starkregenvorsorge, der kommunalen Förderung und der Bau- und Vegetationstechnik. Vorgestellt wird u.a. die Hamburger Gründdachstrategie. Das Thema Biodiversität spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Neben den Umweltvorteilen begrünter Dächer schlagen sich auch der Schutz der Dachabdichtung, die Hitzeabschirmung und die Wärmedämmung positiv in der Bilanz nieder.

 

Das Bündnis "grünes bremen" schlägt vor, mehr zu tun für Dachbegrünung und grüne Fassaden. Die aktuellen, stark gekürzten bremischen Fördermaßnahmen seien unzureichend und insbesondere für gewerbliche bzw. größere Dachflächen wirkungslos. Grüne Dächer besonders in innenstädtischen Bereichen sollten verstärkt gefördert und in der Bauplanung vorgeschrieben werden. Alle Neubauten mit geeigneten Flachdächern müssten verpflichtend ein grünes Dach bekommen. Solche Maßnahmen gebe es in vielen deutschen Städten, in Bremen allerdings nicht. Denn Dachbegrünungen sind ein zentrales Instrument, um einen Ausgleich zu erreichen zwischen der Verdichtung der Stadt und der Notwendigkeit, die beispielweise für die Klimaanpassung wichtigen Grünstrukturen zu erhalten und auch neu zu schaffen.Die Installation von Vegetationsflächen auf den Dächern der Stadt ist in der Lage, neue Handlungsspielräume für den kommunalen Klimaschutz und die Klimawandelanpassung zu eröffnen. 

 

Informationen zum Programm und Vorträge zum download finden Sie hier...

 

 

Bremen – eine kindergerechte Stadt?

Freiräume für Kinder sind Mangelware – Soziale Spaltung manifestiert

Diskussion mit (v.l.) Sandra Ahrens, CDU; Jürgen Brodbeck, Moderation; Sofia Leonidakis, DIE LINKE;  Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk; Dr. Antje Luchs, Uni Bremen; Monika Frank, Sozialressort, Ralph Saxe, Die GRÜNEN, Ingelore Rosenkötter, SPD
Diskussion mit (v.l.) Sandra Ahrens, CDU; Jürgen Brodbeck, Moderation; Sofia Leonidakis, DIE LINKE; Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk; Dr. Antje Luchs, Uni Bremen; Monika Frank, Sozialressort, Ralph Saxe, Die GRÜNEN, Ingelore Rosenkötter, SPD

Auf der Veranstaltung »Bremen – eine kindergerechte Stadt?« stellten Fachleute die Bedeutung von Spielflächen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dar und warnten vor einem weiteren Verlust an Spielraum. Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, beklagte die zunehmend schlechten Bedingungen für Kinder in der Stadt: Spielplätze würden rückgebaut, Brachflächen der Nachverdichtung und dem Straßenausbau geopfert. Studien zeigten, dass gute Spielorte einer sozialen Spaltung entgegenwirken und sogar Kitas entlasten können.

 

Bremen soll wachsen und wird künftig dichter bebaut. Angesichts des zunehmenden Ausbaudrucks steigen auch die „Begehrlichkeiten“, weitere Frei- und Spielflächen zu bebauen. So sind Pläne, in Bremen öffentliche Spielplätze zu bebauen, weiter aktuell: Beispiele dafür sind die Planungen für den Kita-Ausbau in Findorff, in der östlichen Vorstadt und in Osterholz*). »Mit zunehmender Bebauung laufen wir Gefahr, wertvolle Freiräume und wichtige Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche auf Dauer zu verlieren« warnte das »Bündnis für eine lebenswerte Stadt« anlässlich der Veranstaltung »Bremen – eine kindergerechte Stadt?«. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen sind freie Spiel- und Aufenthaltsflächen für Kinder - und Jugendliche bereits heute Mangelware. In diesen »unterversorgten« Stadtteilen dürfen öffentliche Spiel- und Bewegungsflächen und Spielräume für Kinder und Jugendliche nicht weiter reduziert werden, fordert das Bündnis in einem Positionspapier.

 

Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW, Berlin), beklagte auf der gleichen Veranstaltung die zunehmend schlechten Bedingungen für Kinder in der Stadt: Kommunale Spielplätze würden teilweise oder vollständig rückgebaut, informelle Spielorte, wie zum Beispiel Brachflächen, würden der Nachverdichtung und dem Straßenausbau geopfert und kommunale Fachplanungen für Spiel- und Bewegung seien dem „good will“ einzelner Akteure in Politik und Verwaltung überlassen, so Hofmann.

 

Weitere Informationen, das aktuelle Positionspapier und alle Vorträge zum download finden Sie hier...

 

Diskussion um Bebauung

Bremen braucht mehr Spielflächen

In ganz Bremen wird nicht einmal die Hälfte der angestrebten Ausstattung mit Spielflächen für Kinder erreicht. Bremen hat sich das Leitbild der bespielbaren Stadt gegeben, bei dem eine Spielfläche von mindestens 3 qm pro Einwohner vorgesehen ist. Fast alle Stadtteile und Quartiere erfüllen diese Ziele jedoch bei weitem nicht. Insgesamt kann Bremen nicht einmal die Hälfte der notwendigen Spielflächen bereitstellen. Der sogennannte Versorgungsgrad mit Spielflächen liegt durchschnittlich Bremen weit bei 43 %. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen wie in Findorff oder in der Neustadt sind freie Spielflächen besondere Mangelware – hier wird oft nicht einmal ein Viertel des Anteils erreicht. Die Zahlen für alle Ortsteile Bremens finden Sie hier...

 

Vor diesem Hintergrund Pläne zur Bebauung von Spielplätzen weiterzuverfolgen, widerspricht nach Auffassung des „Bündnis für eine lebenswerte Stadt" den berechtigten Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen für ausreichend Spiel- und Freiräume. Die Kita-Ausbaupläne auf Spielplätzen sorgten für heftigen Widerstand. Von den ursprünglich über zehn Spielplätzen (wir berichteten), die für eine Bebauung in Frage kamen, sind die Pläne für Spielplätze in Findorff, Osterholz und im Viertel weiterhin aktuell. In Findorff wie in der Neustadt hatten sich Bürgerinitiativen gegen die Bebauung gegründet. Pläne, einen Spielplatz in der Neustadt zu bebauen, würden laut einer Sprecherin des Bildungsressorts nicht mehr verfolgt. 

Bremen streicht Förderung Dachbegrünung

Rot-Grün will die erfolgreiche Förderung der Dachbegrünung für private Bauherren und gewerbliche Gebäude in Bremen komplett streichen. Lediglich für sog. "Großwohnanlagen" wird noch ein geringes Budget aufgewendet werden. "Es ist ein komplett falsches Signal der rot-grünen Koalition für die Zukunft des Bauens in Zeiten des Klimawandels", so ein Sprecher des Bündnis "grünes bremen". Gerade mit Blick auf die zunehmende Innenverdichtung komme Grünanteilen am Bau eine wichtige Ausgleichfunktion zu. Vereinbart hatte die Koalition daher auch die Fortsetzung und erweiterte Förderung der Dachbegrünung. Denn "Grünflächen sind wichtig für die Lebensqualität in der Stadt und zur Anpassung an den Klimawandel" – so steht es im Koalitionsvertrag. mehr...

 

 

Grüne Dächer für Bremen

So sollte es bei allen geeigneten Neubauvorhaben aussehen.
So sollte es bei allen geeigneten Neubauvorhaben aussehen.

Mehr grüne Dächer und begrünte Fassaden, das sollte das Ziel sein, um unsere Städte - trotz zunehmender Bebauung  - lebenswerter und zukunftsfähig zu machen. Denn Bauwerksbegrünungen sind ein zentrales Instrument, um einen Interessensausgleich zu erreichen zwischen der sog. Verdichtung der Stadt und der Notwendigkeit, Grünstrukturen zu erhalten und in klimasensiblen Bereichen auch neu zu schaffen. Das Bündnis „grünes bremen“ schlägt vor, mit einem Gründachprogramm für Bremen und Bremerhaven die Zahl und Fläche grüner Dächer deutlich zu erhöhen. Alle Neubauten mit geeigneten Flachdächern sollten ein grünes Dach bekommen - aktuelles Beispiel Findorff. mehr...

 

 

Stadtgespräch mit Prof. Dr. Reuther

Professorin Dr. Iris Reuther, Senatsbaudirektorin der Freien Hansestadt Bremen, war zu Gast bei den »Stadtgesprächen«. Die „Re-Urbanisierung“ stellt Stadtplanung vor Heraus-forderungen: Es gilt, neue und auch bezahlbare Wohnungen zu schaffen und Bremen als grüne Stadt weiter zu entwickeln. Frau Reuther betonte die besondere Bedeutung von "Grün" in der Stadt: Wichtig sei es auch, neues Grün zu schaffen. Gerade in dicht bebauten Standorten. Ein kurzes Video der Veranstaltung und mehr Infos hier...

 

 

Prof. Friedrich von Borries im Interview

Professor Friedrich von Borries
Professor Friedrich von Borries

Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis der HFBK Hamburg, und einer der zur Zeit meistdiskutierten Architekten, Designer und "urbanen Visionäre" war in Bremen und hat im Rahmen einer Veranstaltung im Alten Fundamt ein Leitreferat zum Thema "Grüne Städte" gehalten. Im Interview mit "grünes bremen" fordert von Borries "mutige Strategien für die Stadt der Zukunft". Grün sei der "Zukunftsraum der Stadtentwicklung", der "die Lebensqualität einer Stadt bestimme". Grün habe eine wichtige soziale Funktion: Einzelne Gruppen (vom Zugang zu Grün) auszuschließen oder zu benachteiligen, hält von Borries für falsch. Das vollständige Interview und Informationen zu einer Veranstaltung mit Prof. Borries in Bremen finden Sie hier.

 

 

Unsere Stadtrundgänge

"Grünes Bremen" organisiert eine Reihe von Stadtrundgängen zu grünen Themen - alle Informationen zum Rundgang in Findorff zum Thema "Die klimagerechte Stadt"....

Presseresonanz siehe unten und weitere Artikel hier auf unserer Presseseite.

Unterstützung für klimagerechte Stadt

Das Bündnis für eine lebenswerte Stadt unterstützt das bundesweite Memorandum »Klimagerechte Stadt«. Danach muss die »Klimagerechte Stadt« eine zentrale Rolle für die künftige Stadtentwicklung und im Städte- und Wohnungsbau spielen. Wissenschaftler und Experten machen auf den dringenden Umsetzungsbedarf zum Thema klimagerechte Stadt aufmerksam und fordern eine enge Vernetzung der Themen Klima, Ressourcen und Stadtentwicklung. Auch Bremen steht vor der großen Herausforderung, die Folgen des Klimawandels bewältigen zu müssen. Insbesondere urbanes Grün ist als natürliche »Klimaanlage« ein Schlüssel zur Lösung vieler Klimaprobleme. Nur mit einer guten Grünversorgung kann Bremen die Lebensqualität in der Stadt langfristig sichern. Erhalt und Weiterentwicklung von städtischem Grün ist daher als zentrales Ziel auch in Zeiten klammer Kassen unverzichtbar, so das Bündnis Grünes Bremen - siehe unten. Weitere Informationen www.memorandum-klimagerechte-stadt.de

 

 

"Weitere Kürzungen der Grünpflege und - entwicklung nicht hinnehmbar"

Podiumsdiskussion "Zukunft Stadt und Grün" in der Botanika mit dem VGL und der Stiftung Grüne Stadt.
Podiumsdiskussion "Zukunft Stadt und Grün" in der Botanika mit dem VGL und der Stiftung Grüne Stadt.

Bremens Grün - Bürgerpark, Rhododendron-Park, Wallanlagen, Parks, Plätze und nicht zuletzt die noch zahlreichen Straßenbäume gehören zu Bremen wie der Roland oder die Weser. Doch unser Grün leidet unter einem schleichenden Verlust, warnt das neu gegründete »Bündnis für eine lebenswerte Stadt«. mehr

Hier geht es zu den Ergebnissen der Veranstaltung "Zukunft Stadt und Grün"

 

 

Wer ist »grünes bremen«?

Das sind die Initiatoren und Unterstützer von grünes Bremen: »Bündnis für eine lebenswerte Stadt«.  mehr

 

 

Unsere Positionen für eine Neuausrichtung.

Das »Bündnis für eine lebenswerte Stadt« fordert die Verantwortlichen in folgenden sieben Handlungsfeldern zu einer Neuausrichtung im Umgang mit öffentlichem Grün in Bremen auf.  mehr

 

      Das Bündnis für eine
        lebenswerte Stadt

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